Schlagwort-Archive: Qualität

Ihre Daten sind bei uns sicher – ISIS12

Der Gedanke, der uns zur ISIS12-Zertifizierung führt Ihre und unsere Informations- und Datensicherheit liegt uns sehr am Herzen. Dazu ergreifen wir seit mehreren Jahren eine Vielzahl von Maßnahmen, die ein hohes Niveau an Informations-und Datensicherheit gewährleisten. Damit diese Maßnahmen einem Grundschutz und der regelmäßigen unabhängigen Überprüfung unterliegen, haben wir uns für die ISIS12-Zertifizierung entschieden. Der…
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Sieben Thesen zum Führungsfeedback

Weg mit der plakativen Forderung nach Wissenschaftlichkeit! Standard-Fragebögen sind nicht zu empfehlen. Anonymität ist wichtig. Mitarbeiter können Führungsqualität am besten einschätzen. Mit 7 streitbaren Thesen skizziern wir, wie wir über das Instrument Führungsfeedback denken. Eingeflossen sind zahlreiche Projekterfahrungen, am eigenen Leib durchgeführte Führungsfeedbacks und Diskussionen mit geschätzten KollegInnen. Ich positioniere mich gegen das Mantra der…
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FC Bayern: Mehr desselben vs. Neuanfang

Die Bayern haben nun also alles verpasst… das Triple, das Double und am bittersten den Heimsieg im Champions-League-Finale. Jeder wohlmeinende Beobachter (zu denen ich mich zähle), ist gut beraten, den Bayern Zeit für Trauer und Analyse zu lassen (wollte ich auch). Die Verantwortlichen des FCB stellten jedoch umgehend klar: Die Bank ist zu schwach besetzt, über den Trainer wird nicht diskutiert, Punktum. Nicht gleich das Heil in einem Trainerwechsel zu suchen, macht sympathisch. Zumal Heynkes die seltene Fähigkeit der Divenintegration besitzt.

Die Ergänzung des Kaders mit guten Spielern, dürfte das Problem des FCB jedoch nicht nachhaltig ändern. Denn dies ist nur eine Form von „mehr desselben“, dh. ein altes Problem mit immer wieder denselben untauglichen Mitteln bewältigen zu wollen. Die Ursachen liegen viel tiefer, betreffen das System, dessen Erfolg sich eben gerade nicht als Summe der Qualitäten seiner Spieler ergibt. Relevant, und das zeigen gerade Teams wie Basel, Dortmund und Mönchengladbach, sind die Beziehungen zwischen den Systemelementen:
- eine klares Spielkonzept (bei Unternehmen nennt man das Mission), dessen Wirksamkeit nicht vom Ausfall einzelner Spieler abhängt
- die Fähigkeit, sich variabel auf das taktische System des Gegners einzustellen
- das von Intuition geprägt Zusammenspiel der Spieler.

Von einer solchen Denkweise ist der FCB weit entfernt. Das zeigt sich u.a. an Hoeneß´ rhetorischer Frage „Was kann ein Trainer dafür, dass der Spieler den Elfmeter an den Pfosten setzt?“. Für eine Analyse geeigneter sind Fragen wie: „Warum ist das Team zu einem schnellen Umschalten nach Balleroberung (welches Überzahlsituationen, freie Räume und Fehler des Gegners zwingen soll) schlichtweg nicht in der Lage?“ oder „ Weshalb agiert das Team, und insbesondere seine beiden Außenstürmer Ribery und Robben derart schematisch vorhersehbar, dass sich mittlerweile jeder halbwegs taktisch variable Gegner leicht darauf einstellt?“. Alle Probleme mit mangelhafter Qualität der Spieler (oder der Bank) zu begründen, ist eine Denkweise der Altvorderen. Unerklärlich ob der Tatsache, dass die Bayern mehrfach gegen Teams schlecht ausgesehen haben, die auf den Einzelpositionen weit weniger gut besetzt sind.

Ist eine Veränderung beim FCB möglich? Der DFB hat eine solche nach dem blamablen Ausscheiden bei der EM 2000 realisiert. Ein Beobachter meinte damals: „Ich habe im internationalen Vergleich die Entwicklung des deutschen Fußballs vorausgesehen. Die Spielweise war hilflos und deprimierend. Sie war nicht in der Lage aus der Defensive heraus, das Spiel aufzubauen. Mit dem heutigen Spiel ist der deutsche Fußball auf dem absoluten Tiefpunkt angekommen. Nun müssen weitgreifende Entscheidungen getroffen werde, um den deutschen Fußball wieder auf die Beine zu helfen.“ Der damalige Beobachter war: Jupp Heynkes.

Wie Schnelligkeit zu Langsamkeit führt…

…ließ sich kürzlich beim Champions-League-Spiel des "kleinen" FCB (FC Basel 1893, www.fcb.ch) gegen den "großen" FCB beobachten. Die beiden Außenstürmer Ribery und Robben haben nahezu das gleiche stereotype Muster: Ball annehmen, orientieren, sprinten, festdribbeln, zum Mitspieler quer oder zurück passen. In der Zwischenzeit hatte der Gegner ausreichend Zeit, um seine beiden 4er Ketten sauber aufzustellen. Und dann beginnen die Bayern mehr oder (derzeit) weniger einfallsreich den Ball laufen zu lassen, als wären sie ein Handballteam. Auf diese Weise kommen hohe Ballbesitzanteile (eine ebenso vielzitierte wie völlig irrelevante Statistik) zustande. Vor allem aber wird  das Spiel träge und langsam.

Wie entsteht das? Beide Spieler sind in der Lage, mit beeindruckenden 31 km/h zu sprinten. Offenbar sind sie sich dieser seltenen Qualität bewusst und wenden sie sterotyp an. Und genau das macht das Spiel des FC Bayern langsam. Ist der Gegner auch noch defensiv stark, dann sieht es ganz düster aus für den großen FCB.

Die Stärke wird zur Schwäche, wenn sie stereotyp und erwartbar eingesetzt wird. Dieses Muster kann nur der Trainer aufbrechen, indem er beide Spieler taktisch anders einstellt (was ich als unmöglich ansehe) oder das Team anders aufstellt. Mit Olic und Müller steht die Alternative bereit.

Rückblick auf die vergangene Saison der Fußball-Bundesliga

Was war das bemerkenswerteste an dieser BL-Saison? Mit dem nunmehrigen Abstand lässt sich darauf vielleicht eine gute Antwort finden. Waren es die Trainerwechsel, die Meisterschaft der Borussia aus Dortmund, die Nichtmeisterschaft des FCB, der Erfolg vieler junger Spieler…? Für mich war es etwas anderes: Teamintelligenz hat sich als Erfolgsfaktor durchgesetzt. Vereine sind um so erfolgreicher, je besser sie es vermögen, organisationales Lernen mit den individuellen Fähigkeiten der Spieler und Trainer zu verknüpfen.

Dafür sehe ich eine ganze Reihe von Symptomen:

  • Es setzen sich zunehmend Vereine durch, die ihre Teams so zusammen setzen, dass Spielphilosophie, Trainer und Spieler wirklich zusammen passen. Eine Voraussetzung dafür ist z.B. Geduld, dem Trainer und den Spielern Entwicklungszeit zu geben, eine andere, die Spieler nach Passung ins Team auszuwählen statt allein nach individueller Qualität.
  • Die Zeiten autoritärer Führungsspieler, von Mannschaftsinternen Hierarchien und Trainern, die noch an solchen hängen sind wohl vorbei. Am besten wird das deutlich am Generationenwechsel bei den Trainern: Die Daums und Magaths werden schrittweise abgelöst durch Tuchels, Klopps  und  Stanislawskis. (Die von Yogi Löw leise gestaltete Ablösung Ballacks als Kapitän hat auch hierin seine Ursache.)
  • Es setzt sich ein anderer Spielertyp durch, ein Typ der zunehmend der Sportlerpersönlichkeit anderer weit entwickelter Sportarten entspricht: lernwillig, respektvoll gegenüber dem Gegner wie dem eigenen Team, klug, auf die eigenen Potenziale fokussiert.

Was wir für unseren Arbeitsalltag daraus ableiten können: Wieviel Prozent unserer Teamintelligenz realisieren wir?

Das Unternehmen ohne Konzept ODER kein Konzept zu haben ist auch eines

Es geht – mal wieder – um den FC Bayern. Ja, genau den, der unbedingt Manuel Neuer, den derzeit besten deutschen Torhüter, verpflichten will. Es ist eigentlich wie immer: Die besten deutschen Spieler werden wild zusammen gekauft und dem jeweils aktuellen Trainer vorgesetzt... Nach einer Weile tritt Ernüchterung ein, weil die Leistungen weit unter den…
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